
Carlo keep swingin‘ – Jazzfilm über Carlo Bohländer
Der Dokumentarfilm „Carlo, Keep Swingin’“ zeichnet das Porträt des Jazz-Trompeters und Jazz-Theoretikers Carlo Bohländer, der in den 1950er Jahren die deutsche Jazzszene prägte. Mit der Gründung des legendären Jazzkellers in Frankfurt schuf er einen Treffpunkt für Musiker aus aller Welt und legte den Grundstein für die Jazzkultur in Deutschland. Weltweit berühmte Jazz-Legenden aus Deutschland und Übersee wie Albert und Emil Mangelsdorff, Bill Ramsey, Jutta Hipp, Dizzy Gillespie, Duke Ellington, Ella Fitzgerald und sogar Louis Armstrong gaben sich im Jazzkeller die Klinke in die Hand.
Musik, Szene und Zeitgeist
Im Zentrum des Dokumentarfilms steht die Beziehung zu der New Yorker Sängerin Anita Honis, die im Film als Erzählerin auftritt. Interviews mit Weggefährten wie Paul Kuhn und Fritz Rau sowie Archivaufnahmen von Bohländer selbst geben dem Film seine Authentizität. Der Film verbindet Split-Screen-Visuals, Archivmaterial und Jazz-Sound zu einem vielschichtigen Bild. Der Film zeigt nicht nur die Leidenschaft Bohländers für Musik, sondern auch die Atmosphäre jener Zeit, als Frankfurt zur Bühne des internationalen Jazz wurde.
Bedeutung
Carlo, Keep Swingin’ ist ein Film über Musik, Begegnungen und die Kraft gemeinsamer Improvisation. Er dokumentiert, wie der Jazz nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland Brücken schlug und Frankfurt zu einem kulturellen Hotspot machte.
Festivals / Filmpreise
- Hessicher Film- und Kinopreis, Nominierung Bester Dokumentarfilm, 2014
- Lichter Filmfest Frankfurt a. M., Gewinner Binding-Publikumspreis, 2015
- Sélection Officielle Doc Outlook – International Market Media Library, Visions du Réel, 2015
- Prädikat besonders wertvoll (Deutsche Film- und Medienbewertung), 2014
Technische Details
- Genre: Biografie / Musik / Dokumentarfilm
- Regie: Elizabeth Ok
- Herkunftsland: BRD, 2015
- Laufzeit: ca. 84 Minuten
- Sprachen: Deutsch, Englisch (OmdU)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Format: DVD, Dolby Digital 2.0, 16:9